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augen, blicke
eine Skizze von
Jakob Brossmann
Kurzfilm 7 min., Österreich 2008
Eine Parabel in Bildern: über den Blick, über die Sehnsucht der Augen.
Über die Veräußerung, die Selbstdarstellung, über die selbstErfüllung im Blick des Anderen.
Ich durch den Blick des Gegenüber.
Der Film fächert die Ereignisse rund um die Kündigung des Schauspielers Peter Frank zu einem Bilderbogen auf.
Wir folgen ihm in fünf genau gewählte Szenen. Eine Folge von schlichten Ereignissen und Beobachtungen wird zu Bildern.
Ein anonymes Kündigungsgespräch in der Theatergarderobe.
Ein lockendes Auge in der nächtlichen Stadt.
Ein Blick der sich zwischen einer Tänzerin und einem Unbekannten spannt.
Eine Bühne, deren Regeln gebrochen werden.
Und schließlich das Verlassen dieser Bühne, befreit von einer unerfüllten Sehnsucht.
Diese Skizze versucht, in der Waage zwischen der Zeichenhaftigkeit der Bildenden und Medialen Kunst
und der funktionalen Einstellungsflut des „klassischen“ Films eine Geschichte zu erzählen.
Der Inhalt des Filmes kreuzt sich auf vielfache Weise mit seiner Entstehung.
Während ich von einem gekündigten Schauspieler erzähle, stellt sich die Frage,
warum ich, Jakob Brossmann, mich dadurch auf die Bühne begebe,
die jener Mann mit meiner Hilfe soeben verlassen hat.
Welche Sehnsucht treibt einen Kunstschaffenden an, was bewegt ihn, seine Arbeit,
sich zu präsentieren – und wäre die Erfüllung dieser Sehnsucht möglich,
wäre das dann das Ende oder der Anfang?
Buch, Regie: Jakob Brossmann. Kamera: José Lorenzo Wasner. Licht: Alex Haspel. Musik: Dietmar Tinkhauser.
Mit: Klaus Schwarz, Fabienne Rohrer, Stephan Zwiauer, Alexander Püringer und Heini Brossmann.
Setfoto: Johannes Praxl.
(c) copyright by Jakob Brossmann